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Die Förderungsmethodik von „Movement Method“ versetzt jeden Interessierten, mit Hilfe leicht umzusetzender Hinweise und Empfehlungen, in die Lage eine lernfördernde Umgebung zu schaffen.

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ADS/ADHS, Autismus, Sensorische Verarbeitungsstörung, Lernschwierigkeiten – Eltern und Lehrer waren noch nie mit einer so hohen Anzahl von Kindern mit diesen Diagnosen konfrontiert wie heute. Medikamente bieten keine zufriedenstellende Lösung. Die herkömmliche Schulbildung stößt an ihre Grenzen.

Der Schlüssel zum Lernen liegt in der Bewegung – sie fördert die Vernetzungsprozesse des Gehirns. Über die Kommunikation der motorischen und kognitiven Hirnareale sind sich Hirnwissenschaftler und Kinderpsychologen inzwischen einig: Bewegung stimuliert das kindliche Gehirn. Es geht darum, dem Kind genau die Stimulation zu geben, die lernfördernde Prozesse ermöglicht. Bewegung öffnet also die Tür zum Erwerb kognitiver Qualitäten.

Wie und Warum dies funktioniert erklären wir Ihnen gerne:

Was wir mit Movement Method vermitteln möchten kann im Klassenzimmer, zum Lernen in der heimischen Umgebung und zur Erlebnispädagogik genutzt werden. Der Kreativität bei der Wahl des Lernumfeldes sind keine Grenzen gesetzt. Auch für die traditionellen Klassenzimmer haben wir besondere Ideen entwickelt, Bewegung  zu integrieren.

Sind Sie als Elternteil mit Ihrer Weisheit am Ende und möchten einfach nur einen Weg finden, wie ihr Kind endlich glücklich lernen kann?

Sind Sie Lehrer, der schon alles Mögliche an traditionellen Methoden ausprobiert hat und trotzdem noch das Gefühl hat, bestimmte Kinder nicht zu erreichen?

Möchten Sie als Eltern, Angehörige/-r, Freund/-in, Therapeut/-in oder Lehrer/-in so effektiv und wirkungsvoll wie möglich sein, so ist unsere Movement Method, die in Kooperation mit mehreren Universitäten entwickelt wurde, genau Ihr Weg!

Die Geschichte

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Als Rowen Isaacson (dessen Lebensgeschichte in dem Bestseller und der Verfilmung „Der Pferdejunge“ erzählt wird) drei Jahre alt war, trafen seine Eltern die schwierige Entscheidung, ihn aus der Vorschule zu nehmen, da er dort ein extrem rückläufiges Verhalten zeigte. Sehr wahrscheinlich war dies das Ergebnis überforderter Lehrkräfte und sensorischer Stressoren, da die Kinder ganztägig in einem fensterlosen Raum mit Neonbeleuchtung untergebracht waren.

Rupert war sich nicht sicher, wie der nächste Schritt aussehen könnte und dachte darüber nach, wie er wohl seine eigene Ausbildung als Kind gestaltet hätte. Er kam zu dem Schluss, dass 1:1 Unterricht mit einem Mentor und Lernen durch Erforschen die Antwort sei. Rowen ist jetzt 14 Jahre alt. Sein Vater Rupert, seine erste Lehrerin Jenny und das Team haben über die Jahre einen Unterrichtsstil für ihn entwickelt, der auf Bewegung, intrinsischer Motivation und Natur beruht.

Die Methodik dieser Form des Unterrichts hat es Rowen ermöglicht die Basis des Lesens und Schreibens zu meistern und von der einfachen Addition und Subtraktion zu komplexeren Themen wie Geometrie, Algebra, Physik, und Chemie fortzuschreiten.

Genau die gleichen Methoden brachten erstaunliche Erfolge bei Hunderten von Kindern des autistischen Spektrums, die im Horse Boy Center in Texas über die Jahre hinweg betreut wurden. Die verschiedenen Techniken, die durch ständiges Ausprobieren, Verwerfen und Verfeinern über eine zehnjährige Entwicklung verfügen, wurden zur Movement Method zusammengestellt. Immer unter dem Aspekt, Kinder des autistischen Spektrums zu unterstützen und für Lernprozesse zu öffnen.

Um mehr über Rowans Geschichte zu erfahren, klicken Sie hier und für Aktualisierungen seiner Entwicklung klicken Sie hier.

Verständnis der Physiologie von Movement Method (Bewegunsmethode)

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Movement Method basiert auf folgenden wissenschaftlich basierten Beobachtungen:

  1. Stress beeinträchtigt Lernen
  2. Wir lernen besser, wenn wir uns sicher fühlen
  3. Bewegung fördert Lernen

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DAS PROBLEM – STRESS BEEINTRÄCHTIGT LERNEN

Das Stresshormon Cortisol wird durch Aktivierung der Amygdala, dem Mandelkern des Gehirns freigesetzt, um die Überlebensstrategie des „flight-fight-freeze“- Prozesses in Gang zu setzten. Diese Basisreaktion bei drohender Gefahr ermöglicht ein reflektorisches Flüchten, Kämpfen oder Totstellen/Verharren.

Es hat einen Kurz- und Langzeiteffekt auf unsere Lernfähigkeit. Kurzzeitig verengt Cortisol den Fokus, so dass unsere ganze Aufmerksamkeit auf Flüchten oder auf das Angreifen der erkannten Gefahr gerichtet werden kann. Langfristig wurde gezeigt, dass ein chronisch hoher Cortisolspiegel die Verbindungen und Vernetzungen unseres Gehirns aktiv angreift.

Dank der aktuellen Hirnforschung ist mittlerweile bekannt, dass Kinder des autistischen Spektrums an einer Hyperaktivität der Amygdala leiden. Die deutlich erhöhte Stressintoleranz führt zu einer Anregung der Cortisolproduktion. Das insgesamt entwicklungsbeeinträchtigte sensorische System ist ein allgemeines Merkmal bei Autismus. Dies war so auffällig, dass die amerikanische Gesellschaft für Psychiatrie 2013 Hyper- und Hyporeaktivität gegenüber sensorischen Reizen den Diagnosekriterien für Autismus in ihrer neuesten Ausgabe des diagnostischen und statistischen Handbuches hinzugefügt hat.

Ein autistisches Kind, das täglich einer Reizüberflutung ausgesetzt ist, die sein sensorisches System überstimuliert, wie künstliches Licht, unangenehme Gerüche oder große Menschenmengen, reagiert mit einer übermäßigen Ausschüttung von Cortisol und anderen Stresshormonen in den Nebennieren.

Die ständig erhöhten Cortisolspiegel, die bei Menschen des autistischen Spektrums nachzuweisen sind, verändern zunehmend die Zellularstruktur der Amygdala, so dass diese mit der Zeit immer sensibler reagiert.

Zusammenfassend kann man sagen, dass autistische Kinder in einem Teufelskreis gefangen sind, der sie mental völlig blockiert und Lernprozesse verhindert. Die Gestaltung einer Umgebung, die möglichst frei von sensorischen Stressoren ist, bietet einen effektiven Lösungsansatz. Die Lernfähigkeit kann so deutlich unterstützt werden.

Ein ideales Lernumfeld für Kinder des autistischen Spektrums, wie für alle Kinder, ist das Lernen in der Natur. Hier ist die Stimulation durch negative Reize deutlich reduziert. Es ist wissenschaftlich belegt, dass alleine der Aufenthalt in der Natur die Cortisolwerte senkt. Jedoch auch in geschlossenen Räumen kann eine Lernumgebung gestaltet werden, die auf negative Reizüberflutung verzichtet. Hierbei sind besonders die Beleuchtung, Gerüche und Lärm zu beachten.

Wir können nicht oft genug betonen, dass sich eine reizarme Umgebung äußerst positiv auf Kinder auswirkt, doch alleine dies reicht nicht aus. Es gibt eine weitere Lösung – und das Beste ist, dass sie kostenlos ist!

DIE LÖSUNG - Wir lernen besser, wenn wir uns sicher fühlen

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Oxytocin ist eines der Wohlfühl- und Glückshormone. Es aktiviert als Bindungshormon das Mutter-Kind-Verhältnis bei allen Säugetieren. Es stimuliert den Geburtsbeginn, wird bei Mutter und Kind während des Stillens freigesetzt und während der Wiegebewegung aktiviert. Ein hoher Oxytocinspiegel gibt ein Gefühl der Sicherheit und somit kann die Aufmerksamkeit vermehrt auf Prozesse des Lernens und auf neue Perspektiven gerichtet werden.

Für unsere Vorfahren, die als Jäger und Sammler in der afrikanischen Savanne lebten, waren die reflektorischen Reaktionen der Amygdala überlebenswichtig. Hier wird blitzschnell entschieden, ob man vor dem Löwen lieber flüchten sollte, oder ihn bekämpfen konnte. Die einschießenden Hormone wie Cortisol und Adrenalin bewirkten eine Leistungsoptimierung der Muskulatur, entweder um schnell zu sein oder um große Kräfte zu mobilisieren. Heute finden wir diese Phänomene z.B. im Leistungssport, wo es gilt, die autonomen Reserven, die eigentlich das Überleben in großer Gefahr sichern sollen, zu aktivieren.

Wenn unsere Vorfahren sich allerdings sicher fühlten und es keine Spur einer potentiellen Gefahr gab, wurde Oxytocin freigesetzt. Dieses Hormon löste genau das Gegenteil in ihrem Körper aus wie Cortisol. Es erlaubte ihnen, ihre Aufmerksamkeit zu erhöhen, um eine neue Quelle Wasser oder neue Beeren zum Essen zu finden.

Mit anderen Worten, es half ihnen, sich dem Lernen und neuen Entdeckungen zu öffnen. Außerdem fand man heraus, dass Oxytocin, als Antagonist von Cortisol, dessen zerstörenden Effekt auf Gewebe und Hirngewebe entgegenwirkt.

Die Movement Method verwendet also eine breite Palette von Aktivitäten, die die Produktion von Oxytocin fördert wie z.B. spezifische propriozeptive Reize (Tiefendruck), rhythmische Musik, Schwingen und Lachen.

 

DIE LÖSUNG – Teil 2 – Bewegung fördert Lernen

Wissenschaftliche Basis

Seit der Einführung der „No Child Left Behind“(Kein Kind wird vernachlässigt) Richtlinie in den USA im Jahr 2001 gab es einen dramatischen Rückgang der körperlichen Aktivitäten, die Kinder in den Vereinigten Staaten ursprünglich täglich nutzen konnten. Die meisten Schulen konzentrierten sich auf das „Vorbereiten zu Prüfungen“ und kürzten in allen Bereichen den Sportunterricht drastisch. Dies hat nicht nur zu einer Zunahme der Fettleibigkeit bei Kindern geführt, sondern hat auch das Problem verstärkt, das es ursprünglich zu beseitigen galt: schwache Leistungen - vor allem in den naturwissenschaftlichen Fächern und Mathematik.

Obwohl ein großer Teil unserer Evolutionsgeschichte ein Geheimnis bleibt, gibt es eine Tatsache, derer sich weltweit alle Paläontologen einig sind – wir haben uns immer bewegt! Es wird angenommen, dass unsere direkten Vorfahren der Gattung Homo Sapiens zwischen 10 und 20 Kilometer am Tag gegangen und gelaufen sind. Dabei haben sie ständig neue Nahrungsquellen, körperliche Gefahren oder Raubtiere entdeckt und kennengelernt. Ihre Kinder waren immer mit dabei. Ein untrüglicher Hinweis, dass wir evolutionär programmiert sind, in Bewegung zu lernen und so auch deutlich besser lernen. Zahlreiche Forschungsergebnisse, stützen diese Theorie. So haben bildgebende Verfahren eine Erhöhung des Blutvolumens im Gyrus dentatus, einem Bereich des Hippocampus, der eng mit der Gedächtnisbildung verbunden ist, erkennen können wenn wir Sport treiben. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass Bewegung den Wachstumsfaktor BDNF (Brain Derived Neurotrophic Factor) im Gehirn stimuliert, der für die Produktion neuer Gehirnzellen und die Förderung der neuronalen Vernetzung verantwortlich ist. Beide haben einen wesentlichen Anteil am Lernprozess. 

Wie neuere Untersuchungen zeigen liegt die funktionelle Bedeutung des Kleinhirns, das primär für Bewegungskontrolle und -korrektur zuständig ist, in seiner Vernetzung mit dem präfrontalen Cortex - der kognitiven Hirnrinde, die Entscheidungen trifft und Emotionen kontrolliert. Forschungsergebnisse zeigen, dass die rhythmischen Bewegungen, die beim Reiten vorkommen das Kleinhirn aktivieren und die Bildung von Purkinje-Zellen, die die obengenannte Vernetzung herstellen, fördern. Bewegung führt also zur Produktion von Purkinje-Zellen. Diese aktivieren wiederum den präfrontalen Cortex und bewirken eine Optimierung der geistigen Flexibilität und emotionalen Kontrolle.

Familien, die nicht täglich Zugang zu Pferden haben, brauchen sich keine Sorgen zu machen: nicht nur die Bewegung des Pferdes fördert das Lernen, jegliche Bewegung hingegen ist effektiv, das Gehirn in seiner Vernetzung zu optimieren. Studien zeigen, dass jede Art rhythmischer Bewegungen, wie reiten, schaukeln, rollen oder auf einem Trampolin springen, die gleiche Wirkung auf das Gehirn haben.

Kindern die Möglichkeit zu geben in einer natürlichen Umgebung Dinge zu erkunden, ist ebenso wichtig wie die Bewegung selbst. Ebenfalls ist es wichtig, ihre Interessen und Obsessionen in den Unterricht einzubeziehen. Babys werden mit einer intensiven und unermüdlichen Neugier geboren - mit dem Wunsch, die Welt um sie herum zu erkunden. So intensiv, dass einige Wissenschaftler das Lernen und Entdecken als einen Impuls beschreiben, der so stark ist, wie Hunger und Durst zu stillen. Entdeckung bringt Freude. Wir entwachsen nie dem Wunsch zu lernen, und unser Gehirn behält seine Lernfähigkeit ein Leben lang. Doch kann die Freude am Lernen zerstört werden! Kinder lernen bereits im frühen Alter, dass Bildung bedeutet, eine gute Note zu erzielen. Sie beginnen, Wissen ausschließlich für akademische Ergebnisse zu erwerben, anstatt zu lernen, weil sie an etwas interessiert sind. Kinder sollten die Freiheit haben, täglich Neues zu erkunden - mit dem einzigen Ziel, die Welt zu entdecken. Auf diese Weise werden sie das Lernen lieben.

Um die wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit von Movement Method belegen, zu lesen, bitte hier klicken.

Was genau ist Movement Method (Bewegungsmethode)

Unsere Formel für das Lernen: Die richtige Umgebung für den Körper + die richtige Umgebung für den Geist = Lernen

Movement Method basiert auf der einfachen Prämisse, dass ein Kind mit Autismus dann lernt, wenn man eine Umgebung schafft, die das Lernen fördert.
Die ideale Lernumgebung sollte die Oxytocin-Produktion erhöhen und fördern und die Cortisol Produktion reduzieren, indem sie die sensorischen Bedürfnisse des
Kindes im Fokus hat und dem Kind erlaubt, sich viel zu bewegen (PHYSISCHE UMGEBUNG, Umgebung für den Körper).

Darüber hinaus sollte dem Kind der Lernstoff mit viel Spaß, ohne Druck und durch das Nutzen seiner intrinsischen Motivation und Leidenschaft vermittelt werden (MENSCHLICHE UMGEBUNG, Umgebung für den Geist).

Befindet sich das autistische Kind in einer Umgebung, in der Körper und Geist im Einklang sind, so ist es aufnahmebereit für geistige Kompetenzen wie Perspektivwechsel, Sozialverhalten, Strategien des täglichen Lebens, wissenschaftliche Denkweisen und Selbstbehauptung.

Die Strategien, die Sie bei uns lernen, können verwendet werden, um den gesamten Lehrplan mit Freude und druckfrei zu unterrichten. Wir zeigen Ihnen nicht nur, wie Sie einen eigenen individuellen pädagogischen Plan für kurze und langfristige Ziele entwickeln, sondern wir bringen Ihnen auch bei, wie man diese Ziele dem Kind mit Leichtigkeit vermittelt: erwähnen, umsetzten, bestätigen (drop it, do it, confirm it).

Unser Angebot

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Wir bieten live Workshops und Online Kurse für Eltern, Lehrer und Fachleute an, die Interesse daran haben, wie man unsere oben vorgestellten Methoden anwendet. Sie lernen alles über die wissenschaftlichen Hintergründe der Movement Method bis hin zu einfachen Wegen, wie Sie die Movement Method in ihren Stunden- und/oder Therapieplan integrieren oder spezielle Aktivitäten gestalten können, die auf den Interessen des jeweiligen Kindes beruhen.

Für weitere Informationen schreiben Sie uns eine Email unter This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

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